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Mein Auslandsjahr in den USA!

Bevor ich in die USA geflogen bin, war ich super aufgeregt und habe mich richtig auf das Jahr gefreut. Als ich dann die Vorbereitung in den USA hatte, konnte ich es kaum noch erwarten, endlich meine Gastmutter und meine Gastschwester kennen zu lernen.

 

Mit meiner Gastfamilie habe ich mich wirklich super verstanden. Auch meine Gastcousins und meine Gastgroßeltern haben mich super lieb aufgenommen und mich behandelt, als wäre ich schon immer ein Teil der Familie. Die ersten paar Wochen habe ich am Wochenende sehr viel mit meiner Gastmutter und meiner Gastschwester verbracht, weil ich ja noch nicht so wirklich Freunde gefunden hatte, aber das fand ich auch gar nicht schlimm. Ich fand es super lieb, dass sie so viel mit mir unternommen haben. Meine Gastmutter hat auch extra Essen für mich eingekauft, weil sie selbst Veganerin ist und meine Gastschwester eh nie so viel gegessen hat.

 

Genauso gut war die Schule und meine Freunde. Bevor ich in die USA gekommen bin, hatte ich schon mit einer aus meinem Jahrgang geschrieben, da sie eine Freundin meiner Gastfamilie war. Und auch gleich am ersten Tag habe ich zufälligerweise eine Freundin von ihr getroffen in einer meiner Klassen und dann war ich am ersten Tag schon mit denen essen während der Mittagspause. Ich war super erleichtert, dass ich am ersten Tag nicht alleine essen musste, weil ich war so aufgeregt und kannte ja so gut wie keinen. Durch die beiden habe ich dann noch mehr Leute kennen gelernt, die mit uns an einem Tisch saßen während der Mittagspause. Alle waren super lieb zu mir und haben mich herzlich aufgenommen und erst mal Fragen gestellt über Deutschland. Im Laufe des Schuljahres wurde ich immer mal wieder über Deutschland gefragt von meinen Schulkameraden und das hat nie aufgehört, bis ich gegangen bin und ich fand das richtig toll, dass alle so interessiert waren. Mit dieser Gruppe habe ich dann erst mal alles gemacht. Wir sind auch zusammen zum Homecoming gefahren. So nach ein paar Monaten habe ich dann angefangen auch etwas mit anderen Leuten zu machen. Worüber ich froh bin, ist, dass ich einfach so viele tolle Leute kennen gelernt habe. Auch wenn ich nicht mit jedem im Kontakt bleiben werde, bin ich froh, dass ich jeden einzelnen kennen lernen durfte.

 

Mit meinen Lehrern habe ich mich auch richtig gut verstanden und, auch wenn meine Fächer etwas schwerer waren, würde ich nichts ändern wollen. Im Herbst war ich in der Volleyballschulmannschaft und die Mädels waren wie eine Familie zu mir. Da man jeden Tag nach der Schule Training hat, verbringt man sehr viel Zeit miteinander und deshalb sind wir so eng zusammen gewachsen. Das hat mir die Anfangszeit auch unglaublich leichter gemacht. Im Winter war ich in keinem Team, aber ich habe mich mit meiner Freundin, die auch Volleyball gespielt hat, auf die Leichtathletik Saison vorbereitet. Im Frühling war ich dann im Leichtathletikteam. Da wir viel mehr Leute waren als bei Volleyball waren wir nicht alle so eng aber trotzdem eine Familie. Ich hatte mich leider verletzt und deswegen konnte ich die meiste Zeit nicht trainieren. Alles in allem waren die Schulteams eine super Erfahrung und ich wünschte, dass gäbe es in Deutschland auch. Das kann mich einfach mit nichts vergleichen.

 

Meine Highlights in dem Jahr, würde ich sagen, waren die Volleyballsaison, Graduation, Grad Nite und Washington DC mit den anderen Stipendiaten und einfach wenn ich mit Freunden an den Strand gefahren bin.

 

Alles im allem war es eine wunderschöne Erfahrung trotz der Dinge, die nicht so gut waren, aber ich würde es sofort wieder machen. Ich glaube die Beschreibung, dass es das beste und das schlimmste Jahr meines Lebens war, passt ganz gut. Ich bin so dankbar, dass ich so viel erleben und erfahren durfte. Dass ich all die Leute treffen durfte, die ich getroffen habe und die amerikanische Kultur kennen lernen durfte.

 

- Lea, 2014/15