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Ein Jahr Argentinien

Was, Wann, Wo? Oder vielleicht besser: ¿Qué me pasó?

Es war Ende Februar 2011 und ich kam mit unendlich vielen Austauschschülern in Buenos Aires in einer wunderschönen Grünanlage an.

1. Station: Das Orientationcamp

Nach wochenlanger (ja mir blieb nach der Auswahl im November, meiner spontanen Entscheidung nach Argentinien zu gehen und meinem Abflug im Februar nur recht wenig Zeit um die Realität der Kürze wahrnehmen zu können) Vorbereitungszeit konnte ich nun meine innere Aufregung mit hundert anderen teilen. Die Mischung von Unsicherheit und freudiger Aufregung, Nationalitäten, bekannten und noch mehr unbekannten Gesichtern und verschiedenen Sprachen wurde mit netter Musik und Kennlernprogramm untermalt. Dann wurden wir in Bussen zu unseren Destinationen geschickt. Mein Ziel war San Luis (700 km gen Westen von Buenos Aires).

2. Station: San Luis

Es war ebenso ein schönes, wie auch unsicheres Gefühl der Erwartungen, als ich den ersten Mailkontakt zu meiner "zukünftigen Familie" aufnahm, aber jetzt würde ich vor ihnen stehen. Natürlich wurden wir (Naton (USA) Apirana (Neuseeland) und ich) gebührend in Empfang genommen. Wir frühstückten gemeinsam und ich war begeistert. Von allem. Noch besser wurde es im Laufe des Tages als wir zuerst an einen wunderschönen Campingsee fuhren und ich dann bei einem traditionellen "asado" die ganze Großfamilie kennenlernte.

3. Station: Fakten

  • In der einer katholischen Mädchenschule herrscht, außer beim morgendlichen Gebet und der Nationalhymne das größte Chaos.

  • Man begrüßt und verabschiedet die Menschen mit einem Küsschen auf die Wange

  • Es gibt eine Siesta von 13-16 Uhr

  • Das arg. Rindfleisch & das dazugehörige "asado" ist unvergleichbar mit Deutschem Grillen

  • der traditionelle Tanz ist nicht der Tango, sondern Folklore Pampino/ Andino/ Chamamé

  • Der Matetee gehört zum alltäglichen Getränk eines Argentiniers/ einer Argentinierin

  • "Truco" ist ein kompliziertes Kartenspiel mit ganz anderen Symbolen, aber es macht Spaß

  • Argentinien feiert alle ihre patriotischen Feste mit großen "Desfiles" (Märschen)

4. Station: Überleben, Lernen, Genießen

Das sind wohl die wichtigsten Aktionen eines Austauschschülers/ einer Austauschschülerin. Die Sprache zu lernen ist einer der wichtigsten Überlebenstipps, sobald man verstehen und sprechen kann, fällt einem das Leben nicht schwer. Dadurch kommt man zum dritten Punkt und kann diese außergewöhnliche Erfahrung genießen und versuchen nicht wie eine Fremde zu denken und in spanischen zu träumen, die Familie und Freunde zu lieben?

5. Station: Vermissen

?und dann natürlich Abschied zu nehmen. Man muss sich wieder in Deutschland zurechtfinden, aber wird niemals vergessen. Es ist jetzt 2016 und ich war bereits zum zweiten Mal zurück in San Luis. Ich bin zum 4 Mal Tante geworden und habe meine Freunde in der Universität besucht.

  • ¿Qué me pasó? Un intercambio -


- Annika, 2011